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Ausbildung bei IKEA

Schwedische (Ein-)Richtwerte

Möbelhäuser haben in der heutigen Zeit ihre Schwierigkeiten. Anders sieht das bei IKEA aus. Das liegt nicht nur daran, dass man sich als Einrichtungshaus versteht. Vertrauen und Nähe zwischen den Menschen sind die Hauptzutaten im Erfolgsrezept des Global Players. Wer bei IKEA was erreichen möchte, hat alle Chancen.IKEA gibt es an 236 Orten in 34 Ländern. Wichtigster Markt des Konzerns ist Deutschland. Die Nachfrage nach Möbeln, Deko-Artikeln, Spielzeug und Pflanzen aus den blauen Einrichtungsburgen scheint hier endlos. Während die Branche bis auf Ausnahmen zu kämpfen hat, erlebt IKEA einen ungebremsten Boom. Als Ausbildungsunternehmen ist der schwedische Riese allerdings gar nicht so bekannt.

Dabei kann man gerade hier seine Interessen, sein Talent und seine Fähigkeiten zum Beruf machen – und das ist erst der Anfang: IKEA bietet alle Chancen eines weltweit erfolgreichen, wachsenden Unternehmens, denn IKEA hat nicht nur alle Einrichtungsgegenstände für Zuhause, sondern auch alle Möglichkeiten für die Zukunft!

BERUFSBILDER
40 Einrichtungshäuser unterhält IKEA in der Bundesrepublik. Ausgebildet wird in allen. Einzelhandelskaufleute, Gestalter für visuelles Marketing, Fachkräfte für Lagerwirtschaft oder Lagerlogistik, Bürokaufleute, Kaufleute für Bürokommunikation, Handelsfachwirte, Informatikkaufleute und sogar Kaufleute für Systemgastronomie beschäftigt IKEA und bildet sie auch selber aus. Und das mit ganz eigener Philosophie, was sich schon bei der Auswahl der Bewerber zeigt.

HIER KANNST DU DU SEIN
„Die Noten stehen nicht im Vordergrund“, sagt Kirsten Hoos, Personalleiterin bei IKEA Kassel. Vielmehr lege man Wert auf die Persönlichkeit der Bewerber. Wer zeigt, dass er seine eigene Meinung sagt, seine Idee verwirklichen möchte und den Ehrgeiz hat, mit gutem Beispiel voran zu gehen, ist klar im Vorteil.

Auch die Art des Schulabschlusses ist nicht entscheidend, wie Personal-Teamleiterin Dagmar Heske sagt: „Wir nehmen Hauptschüler genauso gerne wie Abiturienten. Wichtig ist die soziale Kompetenz der Bewerber, ihre Teamfähigkeit und, dass sie Initiative zeigen und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Der Mensch muss einfach zu uns passen.“

GERINGE ABSTÄNDE
Janos Schneider bewarb sich mit einem Realschulabschluss und hatte trotz abgebrochener Fachoberschule und Erstausbildung gute Karten beim Schwedenhaus. Heute ist er im zweiten Lehrjahr als Einzelhandelskaufmann mehr als zufrieden. Der Umgang ist unkompliziert, Distanzen zwischen Azubis, Mitarbeitern und Chef sind gering. „Das macht Spaß und wirkt sich auch auf die Kunden aus“, sagt Janos. Er selbst steht voll und ganz hinter seinem Arbeitgeber, was man ihm anmerkt. Auf die Frage, ob er sich mit IKEA identifiziert, kommt ein eindeutiges „Ja!“.

SCHWERPUNKT SETZEN
In seiner Ausbildung durchläuft Janos alle Abteilungen des Einrichtungshauses. Solche wie Büromöbel, Schlafzimmer, Pflanzen und Beleuchtung genauso, wie Buchhaltung, Personalabteilung, Verkaufsservice (hier wird das Warenwirtschaftssystem gepflegt), Logistik und Marketing. Im Verkaufsbereich kann er einen Schwerpunkt wählen. Janos‘ Schwerpunkt ist die Polstermöbelabteilung, denn hier hat er intensiven Kundenkontakt und kann beratend tätig sein.

SENKRECHTSTARTER
Gerade ihre Ausbildung abgeschlossen hat Nadine Götze, und schon ist die 20-jährige Einzelhandelskauffrau auf dem Weg in eine Führungsposition. Bereits während ihrer Ausbildung hat sie eine Weiterentwicklung zur Teamassistentin angestrebt.

„Nicht üblich, aber möglich. Bei IKEA gibt es für nichts und niemanden einen festgelegten Weg“, sagt Kirsten Hoos. „So kannst Du Dich ständig weiterentwickeln.“ Wobei Weiterentwicklung vieles bedeuten kann. Zum Beispiel, mehr Verantwortung in einem Bereich zu übernehmen, in eine andere Abteilung oder ein anderes Einrichtungshaus zu wechseln.

Nadine wird demnächst das „Basiscamp“ besuchen. Es ist Bestandteil der Vorbereitung auf ihre künftige Führungsaufgabe und bietet darüber hinaus tiefere Einblicke in alle Abteilungen und Abläufe.

DU, CHEF …
Auch für Nadine ist IKEA nicht einfach nur ein Arbeitgeber. „Es ist eine große Familie, vom Azubi bis zum Chef“, sagt sie. Und Dagmar Heske stimmt zu: „Die Vision ist, den vielen Menschen einen besseren Alltag zu schaffen. Denen, die hier arbeiten, und denen, die hier einkaufen.“ Mitarbeiter- und Geschäftsidee wolle man bei IKEA in Einklang bringen.

Die Abstände hält man dabei bewusst gering, das Du zwischen Azubi und Chef ist Teil der Kultur. Auch setzt man auf Eigenverantwortung: „Grundbaustein von Motivation ist es, Mitarbeitern Handlungsspielraum zu geben“, sagt Kirsten Hoos.

Vertrauen sei ein wichtiges Stichwort, sagt Heske. Und Nadine: „Das Vertrauen unter den Mitarbeitern und zu den Kunden ist groß. Wer hier einkauft weiß genau, dass er fast tun und lassen kann, was er will. Alles einfach ausprobieren ist hier selbstverständlich. Ausgenutzt wird es nicht.“ Vielmehr sei darauf zurückzuführen, dass IKEA von Familien oft als Ausflugsziel wahrgenommen werde.

WAREN INS RECHTE LICHT
Beliebtester Ausbildungsberuf bei IKEA ist Gestalter für visuelles Marketing. „Hierfür gibt es die meisten Bewerbungen“, sagt Dagmar Heske. Und eigentlich ist das auch genau die Tätigkeit, die einem beim Gedanken an das Einrichtungshaus zuerst in den Kopf kommt: Kombination und Aufbau der in der Ausstellung präsentierten Waren. Anna Schneider ist Auszubildende in diesem Bereich, ihrem „Traumberuf“.

ONLINE BEWERBEN
Wer eine Ausbildung bei IKEA anstrebt, sollte sich am besten unter www.ikea.de online bewerben. Bringt man die gefragten Qualitäten mit, hat man gute Aussichten auf eine sichere berufliche Zukunft mit umfangreichen Sozialleistungen. Die Übernahme nach der Ausbildung ist nämlich so gut wie sicher. Schließlich ist IKEA auf Expansionskurs und braucht Fachleute.¦

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